Das Weihnachtsbäumlein – ein Weihnachtsgedicht

Es war einmal ein tännelein
mit braunen kuchenherzelein
und glitergold und äpfeln fein
und vielen bunten kerzelein:
das war am weihnachtsfest so grün,
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer zeit,
da stand`s im garten unten
und seine ganze herrlichkeit
war,ach,dahingeschwunden.
die grünen nadeln war`n verdorrt,
die herzlein und die kerzlein fort.

Bis eines tags der gärtner kam:
den fror`s zu haus im dunkeln.
und es in seinen ofen nahm,
und flammte jubelnd himmelwärts
in hundert flämmlein an gottes herz.

(Christian Morgenstern 1871-1914)

(Obwohl es erst Oktober ist hatten wir es gerade von Weihnachten und jemand erinnerte sich an dieses Weihnachtsgedicht. Das muss an den Temperaturen draußen liegen. Es ist ja fast schon Winter.)

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